Abgemahnt aus einer Marke – was nun? – MP013

Abgemahnt aus einer Marke - was nun?
Abgemahnt aus einer Marke - was nun?

Abgemahnt aus einer Marke – was nun?

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Aus einer Marke abgemahnt – was nun? Maria Musica wird von Frank Fies aus einer Marke MARIMBA für Tanzstudios abgemahnt. Wie verhält sie sich? Ist an der Abmahnung was dran? Rolf Claessen zeigt in dieser Folge die wichtigsten Aspekte und häufigsten Fehler einer Abmahnung auf.

In dieser Folge gehe ich auf folgende Aspekte ein:

Was ist eine Abmahnung

Bester Rat – Patentanawalt aufsuchen, nicht warten

Ungerechtfertigte Abmahnung:

Aktivlegitimation

Passivlegitimation

Zu breite Ansprüche – Kopie der Waren und Dienstleistungen der angreifenden Marke

Was ist ein üblicher Gegenstandswert

Lösungsansätze:
– Oft ist das Ziel des Gegners die Unterlassung, man kann über Auskunft und Kostenerstattung sprechen
– Aufbrauchfrist

Viel Spaß beim Zuhören und bis zum nächsten Mal,

Ihr Rolf Claessen

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MP012 Markenpod – Internationaler Markenschutz

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copyright by spekulator

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Internationaler Markenschutz ist ein wichtiges Thema. Maria Musica möchte nach ihrem Erfolg auf nationaler Ebene nun die Welt erobern. Dazu möchte sie ihre Marke MARIMBA im Ausland anmelden.

Falls “nur” Schutz im EU-Ausland wichtig ist, ist die einfachste Variante die Anmeldung einer sogenannten Gemeinschaftsmarke. Die Amtsgebühren sind zwar dreimal so hoch – dafür hat man dann aber ja auch Schutz in allen EU-Ländern. Das Anmeldeverfahren ist sehr ähnlich wie in Deutschland.

Falls man im Nicht-EU-Ausland Schutz braucht, so kann man in den jeweiligen Ländern nationale Marken anmelden. Wenn man die verschiedenen Auslandsvertreter nicht selbst koordinieren möchte, kann das natürlich der eigene Patentanwalt übernehmen.

Die interessanteste Variante ist aber sicherlich die sog. Internationale Registrierung. Die Allgemeinen Grundlagen habe ich unter www.markenpod.de/madrid leicht zugänglich gemacht. Seit 1891 existiert das Madrider Markenabkommen zur Anmeldung von sog. Internationalen Registrierungen und mittlerweile sind 92 Staaten Mitglied bei diesem Abkommen. Wichtige Ausnahmen gibt es natürlich- wie beispielsweise Kanada. Die Anmeldung geschieht für Deutsche Anmelder über das DPMA oder das HABM. diese Ämter leiten dann die Anmeldung an die WIPO weiter, die wiederum die einzelnen benannten Länder über die Anmeldung der Marke berichtet. Diese Länder prüfen dann nach ihren nationalen Gesetzen die Markenanmeldung. Falls die Länder keine Schutzverweigerung geltend machen, so genießt der Inhaber einer Internationalen Registrierung ein Markenrecht wie ein Bündel von lauter nationalen Marken. Dadurch, dass die Länder nach ihren nationalen Gesetzen prüfen, kann es durch die verschiedenen Fristen je nach Anzahl der Länder sehr kompliziert werden. Die Vertretung durch einen Patentanwalt wird daher empfohlen.

Stellt man später fest, dass man noch in weiteren Ländern Schutz benötigt, so kann man diese Länder relativ leicht nachbenennen.

Je nach sog. Basismarke kann es zu erheblichen Kostenunterschieden kommen. Daher ist es ratsam, vor der Anmeldung der Basismarke zu überlegen, ob es insgesamt günstiger wird, zuerst eine Deutsche Marke oder eine Gemeinschaftsmarke anzumelden. Für die doch recht komplexten Kosten habe ich unser Kostenmerkblatt der Kanzlei unter www.markenpod.de/irmerkblatt verfügbar gemacht.

Die IR Marke ist dann 5 Jahre ab Eintragung vom Schicksal der Basismarke abhängig. Geht die Basismarke in dieser Zeit unter, so erlischt auch die IR Marke.

Ein in der Praxis wichtiger Punkt ist die genaue Formulierung der Waren und Dienstleistungen. Dankenswerterweise hat das HABM eine Datenbank verfügbar gemacht, in der die Formulierung der Waren und Dienstleistungen beispielsweise in Deutschland, vor dem HABM oder in den USA abgeglichen werden kann. Die Datenbank finden Sie unter www.markenpod.de/klassen.

Falls Sie diese Folge vom Markenpod hilfreich fanden, so freue ich mich über Ihr Rating auf iTunes oder einen Tweet.

Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

Ihr Rolf Claessen

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MP011 Markenpod – Markenformen

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Die schweizer Marke CH 631505

Die schweizer Marke CH 631505

Unter den verschiedenen Markenformen ist sicherlich die Wortmarke die wichtigste Form. Maria Musica hat für sich auch die Wortmarke MARIMBA gewählt. Die Wortmarke bietet in der Regel den besten Schutzbereich, da dann üblicherweise alle grafischen Ausgestaltungen dieses Wortes bei Wettbewerbern unter diese Marken fallen. Neben der Wortmarke gibt es aber auch Wort-/Bildmarken, Bildmarken, Farbmarken, Hörmarken, 3D-Marken, Positionsmarken oder auch Kennfadenmarken. In der aktuellen Folge gehe ich auf alle diese verschiedenen Markenformen und ihre Unterschiede ein. Zudem behandele ich auch noch die sogenannten Kollektivmarken, die zwar streng genommen keine eigene Markenform darstellen, aber vielleicht auch in diesem Kontext interessant sind. Hiermit kann ein Verein sich eine Marke sichern und diese Marke seinen Mitgliedern zur Benutzung überlassen.

Viel Spaß beim zuhören und bis zum nächsten Mal!

Ihr Rolf Claessen

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MP010 Markenpod – Markenrecherche

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TMView

Die Datenbank TMView des HABM

Markenrecherche ist ist vor allem vor einer eigenen Markenanmeldung oder einer Produkteinführung sehr wichtig. So kann herausgefunden werden, ob mit der geplanten Bezeichnung in fremde Rechte eingegriffen wird. Eine Markenrecherche kann aber auch Sinn machen, um sich sämtliche Marken eines bestimmten Markeninhabers anzeigen zu lassen. Oder man möchte im Rahmen der Markenüberwachung herausfinden, ob es nach der eigenen Markenanmeldung ähnliche jüngere Marken gibt, um dann rechtzeitig Widerspruch einlegen zu können.

In dieser Folge stelle ich auch einige hilfreiche kostenfreie Webseiten vor, auf denen man nach Marken recherchieren kann:

http://register.dpma.de (das deutsche Markenregister)

http://www.tmview.europa.eu (hier ist auch eine Ähnlichkeitsrecherche möglich)

http://www.wipo.int/branddb (auch hier kann man ähnliche Marken und vor allem auch Schweizer Marken recherchieren)

Eine ganz besonders hilfreiche kostenfreie Möglichkeit zur Überwachung von Marken verrate ich im Podcast!

Bis zum nächsten Mal wünsche ich viel Spaß beim zuhören!

Ihr Rolf Claessen

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MP009 Markenpod – Bewertung von Marken – Interview mit Alexander Biesalski

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D4388-0050Rolf Claessen: Bewertung von Marken ist heute das Thema. Es gibt unzählige Verfahren, um Marken zu bewerten. Unsere virtuelle Heldin Maria Musica hat ihr Tanzstudio MARIMBA mittlerweile zu einer Kette ausgebaut und möchte die Marke nun in der frisch gegründeten AG bilanzieren. Die Bewertung von Marken ist eine schwierige Angelegenheit. Deshalb bin ich froh, dass uns heute Alexander Biesalski dabei hilft, die Bewertung von Marken besser zu verstehen. Zu den Kunden seiner Firma Biesalski & Company zählen zahlreiche namhafte Unternehmen, angefangen von Großunternehmen wie BMW und Bosch bis hin zu mittelständischen Markenartiklern wie Underberg oder Katjes. Alexander Biesalski ist einer der Vorreiter bei der Standardisierung und Anwendung der monetären Markenbewertung in Deutschland. Vielen Dank, dass Sie heute dabei sein können!

Alexander Biesalski: Hallo Herr Dr. Claessen – schön, dass ich heute hier bei Ihnen im Markenpod sein darf!

Rolf Claessen: Können Sie mir kurz Ihr Unternehmen vorstellen?

Alexander Biesalski: Gerne! Biesalski & Company ist eine Management-Beratung für Markenwert. In unserem Unternehmen bündeln zwei sehr unterschiedliche Kompetenzen: auf der einen Seite die Marken-Kompetenz, das heißt das Gefühl und Know-how für Marken, und auf der anderen Seite die Finanz-Kompetenz, im Sinne von Erfolgs- und Kostenrechnung. Auf dieser Grundlage unterstützen wir unsere Kunden bei der Analyse, Bewertung, Entwicklung und Kapitalisierung Ihrer Marken.

Rolf Claessen: Unsere virtuelle Heldin Maria möchte die Marke in der frisch gegründeten AG als Teil des Firmenwertes bilanzieren. Geht das überhaupt?

Alexander Biesalski: Die Bilanzierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten ist nach den geltenden Vorschriften in Deutschland weitestgehend untersagt. Zu diesen immateriellen Assets zählen als wesentlicher Bestandteil auch Marken. Da Maria Musica Ihre Marke selbst erschaffen – und nicht erworben – hat, würde dies unter die genannten Maßgaben fallen. Allerdings gibt es hier, wie so oft, auch Ausnahmen! Wenn Maria Musica beispielsweise die Markenrechte in der neu geschaffenen AG einlegt, hätte ja ein Transfer der Marke stattgefunden und somit wäre auch eine Bilanzierung unter gewissen Umständen möglich. Voraussetzung ist, dass ein entsprechender Preis für die Markenrechte seitens der AG bezahlt wird, zu dem die Marke dann in die Bilanz aufgenommen würde. Zur Ermittlung dieses Preises bräuchte man eine monetäre Markenbewertung.

Rolf Claessen: Wie würden Sie denn den Wert der Marke MARIMBA für die Kette von Tanzstudios für diesen Zweck ermitteln?

Alexander Biesalski: Es existiert eine Vielzahl von verschiedenen Bewertungsmethoden. Früher wurden beispielsweise häufig kostenorientierte Ansätze gewählt. Bei diesen werden einfach ausgedrückt alle Investitionen des Markenaufbaus – Kommunikation, Vertrieb, Produktentwicklung etc. – der letzten Jahre aufsummiert und als Markenwert ausgewiesen. Problem: Aus Sicht eines potenziellen Käufers interessiert nicht, wie hoch die Kosten des Markenaufbaus waren, sondern vielmehr die Beantwortung der Frage „Wie viel Geld kann ich in der Zukunft mit einer Marke verdienen?“. Daher haben sich in den letzten Jahren zunehmend die ertragsorientierten Bewertungsverfahren durchgesetzt. Diese basieren auf dem gleichen Verfahrensansatz, der in der Regel bei der Berechnung des Unternehmenswertes verwendet wird – dem sogenannten Discounted Cash Flow-Ansatz. Die entscheidende Frage ist nun, wie bei der Abgrenzung der Cash Flows, die auf die Marke entfallen, vorgegangen wird. Seit 2007 gibt es hier seitens des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland eine Empfehlung hinsichtlich der Verwendung der sogenannten Mehrgewinn-Methode. Diese ermittelt, wie viel ‚Mehr-Absatz‘ und welchen ‚Mehr-Preis‘ ein Unternehmen durch seine Marke erzielen kann. Die hierzu benötigten Informationen können allerdings nur durch eine Befragung der relevanten Zielgruppe objektiv erhoben werden – so auch im Fall von Maria Musica. Den Kunden von Maria Musica würden wir dabei Fragen zu Ihrer Wahrnehmung der Marke MARIMBA stellen, wie z.B. wie klar und attraktiv deren Vorstellung zu dieser Marke ist. Auch die emotionale Verbundenheit, Sympathie und Vertrauen sind von entscheidender Bedeutung, um zu verstehen, wie stark die Marke verankert ist. Und schließlich erheben wir im Rahmen der Befragung auch die Kauf- und Preisbereitschaft als Resultat aus der Markenstärke. Im Vergleich mit anderen, vergleichbaren Tanzstudios aus der Region können wir so herausfinden, ob Maria Musica mit ‚dem guten Ruf‘ Ihrer Marke mehr Tanzbegeisterte anziehen kann und ob diese auch bereit sind, mehr für die Tanzkurse bei Maria Musica zu bezahlen. Wenn wir nun wissen, wie viel ‚Mehr-Umsatz‘ auf die Marke entfällt, ziehen wir hiervon die Marken-Kosten ab und erhalten so den Marken-Cash Flow, der dann diskontiert wird.

Rolf Claessen: Bewertet man eine Marke für verschiedene Anlässe mit verschiedenen Methoden? Welches sind die aus Ihrer Sicht häufigsten Anlässe, eine Marke zu bewerten?

Alexander Biesalski: Wir bewerten Marken mit der beschriebenen Mehrgewinn-Methode sowohl als Grundlage für die Markenführung als auch zu Zwecken der Kapitalisierung von Marken. Hierzu zählen insbesondere der Kauf/Verkauf sowie die Finanzierung von Marken. Es hat sich inzwischen auch bei Banken ein Verständnis dafür entwickelt, dass die Marke ein wesentlicher Bestandteil des Wertes eines Unternehmen ist – immerhin entfallen nach unserer Erfahrung im Durchschnitt mehr als 40% des Unternehmenswertes auf die Marke! Somit dient die Marke zunehmend als belastbare Sicherheit bei der Unternehmensfinanzierung.
Spannend ist die Tatsache, dass immer mehr Unternehmen verstehen möchten, wie viel Geld sie tatsächlich mir ihrer Marke verdienen und ob sich das Ganze auch lohnt. Eigentlich verständlich, da doch sehr viel in Marketing, Vertrieb, Produktinnovationen –also alles was die Markenwahrnehmen prägt – investiert wird. Hierbei hilft eine monetäre Markenbewertung, da sie die Performance einer Marke aufdeckt und somit hilft, zukünftige Investitionen gezielt vorzunehmen.

Rolf Claessen: Wenn Maria Musica oder die Zuhörer noch Fragen an Sie haben – wie kann man Sie am besten erreichen?

Alexander Biesalski: Es geht doch nichts über den persönlichen Kontakt, insbesondere wenn das Thema an sich nicht ganz einfach ist  … deshalb rufen Sie mich einfach an unter 089/273735401 oder senden Sie mir eine email an biesalski@biesalski-company.com.

Rolf Claessen: Haben Sie für unsere Zuhörer ein Schlusswort?

Alexander Biesalski: Nichts ist wertvoller als ein guter Name – Grund genug sich mit Herzblut und betriebswirtschaftlichem Sachverstand mit der Marke auseinanderzusetzen!

Die Webseite von Alexander Biesalski finden Sie hier:

http://www.biesalski-company.com/

Viel Spaß beim Zuhören und bis zum nächsten Mal!

Ihr Rolf Claessen

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MP008 Markenpod – Marken in den USA – Interview mit Ken Suzan

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Ken SuzanThema ist diesmal Marken in den USA. Ich habe den Markenanwalt Ken Suzan aus den USA zu Gast. Daher führen wir das Interview auf Englisch.

Rolf Claessen – English: Since our virtual owner of a dance studio Maria Musica has grown her first studio into a nationwide successful chain of dance studios, she is thinking of expanding to the US for teaching traditional dances like Waltz, Foxtrot, etc. She already found a nice vacant dance studio in Minneapolis for rent and now wants to protect her trademark Marimba in the US. Since I am not a US trademark attorney, I am glad that I am joined by Ken Suzan in Minneapolis, trademark attorney at Barnes & Thornburg LLP with offices all over the US. He is an experienced trademark prosecutor. Before his current position, he was partner of the firm Hodgson & Russ and headed the trademark department. He received his J.D. from Albany Law School and holds a masters degree from the New York University. Beside his recent appearance in the Wall Street Journal, he is a prolific writer of articles in various magazines and journals. Ken, good to have you here in the podcast! Thanks for joining me!

Ken Suzan: see podcast

Rolf Claessen: Maria Musica want to get trademark protection for her trademark “MARIMBA” in the US. What do you recommend?

Ken Suzan: see podcast

Rolf Claessen: What are the most significant differences between German trademark law and the US trademark law?

Ken Suzan: see podcast

Rolf Claessen: What are the biggest problems that German trademark applicants face in the US in your opinion and how can they avoid these problems?

Ken Suzan: see podcast

Rolf Claessen: How much would it typically cost for the application and what is the typical total cost until registration of a trademark in the US?

Ken Suzan: see podcast

Rolf Claessen: Just in case Maria Musica or the listeners have questions regarding US trademarks – what would be the best way to contact you?

Ken Suzan: see podcast

Rolf Claessen: Do you have some closing words for our listeners?

Ken Suzan: see podcast

Sie können Ken Suzan jederzeit hier erreichen:

http://www.btlaw.com/kenneth-d-suzan

Viel Spaß beim Zuhören und bis zum nächsten Mal!

Ihr Rolf Claessen

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MP007 Markenpod – Kommunikation von Marken – Interview mit Karin Widera

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Der Podcast rund um Marken

Der Podcast rund um Marken

Rolf Claessen: Heute geht es um das Thema Kommunikation der Marke. Da ich mich damit fast gar nicht auskenne, habe ich Karin Widera eingeladen, unserer virtuellen Heldin Maria Musica bei der Kommunikation der Marke Marimba für ihr Tanzstudio zu helfen. Karin war lange Zeit Leiterin des Referats Broschüren und Magazine der Bayer AG und betreibt seit einigen Jahren die Agentur Widera Kommunikation. Karin ist in diesem Feld der Kommunikation schon eine gewisse Berühmtheit. Die Liste Ihrer Auszeichnungen ist lang. Ich erwähne mal die wichtigsten: 4x Gold beim “Best of Corporate Publishing” für Kundenmagazine, Mitglied der Hall of Fame: Best of Corporate Publishing, Gold beim World Media Award 2010 für den Imagefilm „Innovation in everything we do” von Bayer CropScience, Gewinner des Fox-Awards 2010 mit dem Bayer-Unternehmensmagazin „report”. Karin, schön, dass Du da bist!

Karin Widera: s. Podcast

Rolf Claessen: Erzähl vielleicht erst einmal, wie man eine Marke überhaupt kommuniziert und was man dabei grundsätzlich beachten muss.

Karin Widera: s. Podcast

Rolf Claessen: Was könnte man Maria Musica mit ihrem Tanzstudio Marimba raten? Welche Maßnahmen könnte man ihr ans Herz legen? Wie würdest Du daran gehen? Ihre Zielgruppe sind vor allem Schüler.

Karin Widera: s. Podcast

Rolf Claessen: Könnte unsere Maria Musica mit ihrem Tanzstudio den Erfolg der Kommunikation ihrer Marke Marimba irgendwie messen?

Karin Widera: s. Podcast

Rolf Claessen: Wie können Dich interessierte Hörer am besten erreichen, wenn Sie noch Fragen zur Kommunikation von Marken haben?

Karin Widera: s. Podcast

Rolf Claessen: Vielen Dank, dass Du Zeit für unsere virtuelle Heldin Maria Musica und mich hattest! Hast Du ein Schlußwort für unsere Hörer?

Karin Widera: Schlußwort

Karin Widera können Sie am besten per Telefon unter +49-2203-9225520 erreichen.

Viel Spaß und bis zum nächsten Mal,

Ihr Rolf Claessen

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MP006 Markenpod – Positionierung von Marken – Interview mit Prof. Karsten Kilian

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Der Podcast rund um Marken

Der Podcast rund um Marken

Rolf Claessen: Heute geht es um das Thema Positionierung einer Marke. Da das für mich als Patentanwalt normalerweise kein Thema ist, habe ich Prof. Karsten Kilian eingeladen, unserer virtuellen Heldin Maria Musica bei der Positionierung der Marke Marimba für ihr Tanzstudio zu helfen. Nach einer beeindruckenden Ausbildung an der Universität Mannheim, der Université Sorbonne, der University of Florida und schließlich der Promotion an der Universität St. Gallen ist Dr. Kilian seit 2012 Professor an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Er betreibt zudem das größte deutsche Markenportal im Internet – Markenlexikon.com – mit sage und schreibe 90.000 Besuchern pro Monat. Er ist Autor zahlreicher Fachartikel und ein gut gebuchter Redner zu allen Themen rund um Marken. Eine besondere Expertise hat er sich im Bereich Profilierung und Positionierung von Marken aufgebaut.

Prof. Kilian, schön, dass Sie Maria Musica helfen wollen!

Prof. Kilian: Gerne. Mit “Maria Musica” haben Sie sich übrigens einen wunderschönen Namen ausgedacht. Die Alliteration mit den gleichen Anfangsbuchstaben beider Wörter gefällt mir wirklich sehr gut.

Rolf Claessen: Erzählen Sie vielleicht erst einmal, wie man eine Marke überhaupt positioniert und was man dabei grundsätzlich beachten muss. Was heißt das überhaupt? Was ist der Unterschied zu Branding? Gibt es da einen?

Prof. Kilian: Bei Branding geht es meinem Verständnis nach mehr um die “Markierung”, also den Schriftzug oder das Logo. Das sind aber eher Äußerlichkeiten. Ein Positionierung geht weiter. Es geht, neben den sichtbaren Merkmalen, die den Standpunkt einer Marke verdeutlichen sollen, vor allem darum, eine geeignete Position am Markt überhaupt erst bewusst zu wählen – und langfristig zu halten bzw. weiterzuentwickeln.

Basis ist ein Markenprofil aus 2 bis 4 Markenwerten und, soweit möglich, einem Markenkern, der die Markenwerte nochmals in ein bis zwei Worten zusammenfasst. Fallsweise kommt auch noch ein Markenclaim dazu, der dem Markenprofil verbal Ausdruck verleiht.

Bei der Profilierung geht es darum, eine Marke auf KURS zu bringen. Das Akronym “Kurs” fasst dabei die folgenden 4 Anforderungen zusammen, mit deren Hilfe Alleinstellungsmerkmale herausgefiltert werden können. Markenwerte müssen konkret, ursächlich, relevant und spezifisch sein:

– Konkret: bedeutungsvoll und inspirierend – Sie sind bildhaft und griffig statt nebulös und abstrakt, d.h. sie bieten nur wenig Interpretations¬spielraum.
– Ursächlich: im Unternehmen begründet – Sie werden mit den eigenen Leistungen in Verbindung gebracht und lassen sich vom Unternehmen exemplarisch belegen.
– Relevant: für die Kunden – Sie haben eine besondere Bedeutung für die Kunden und finden bei Kaufentscheidungen Berücksichtigung.
– Spezifisch: im Vergleich zum Wettbewerb – Sie können idealerweise nur, zumindest aber besonders glaubhaft und überzeugend vom Unternehmen für sich reklamiert werden.

Wenn diese 4 Kriterien erfüllt sind, ist eine Marke auf Kurs!
Rolf Claessen: Was könnte man Maria Musica mit ihrem Tanzstudio Marimba raten? Welche Maßnahmen könnte man ihr ans Herz legen? Wie würden Sie daran gehen? Ihre Zielgruppe sind vor allem Schüler.

Prof. Kilian: Maria Musica müsste sich fragen, welche konkreten Eigenschaften ihr Tanzstudio Marimba aufweist, die zudem ursächlich im Tanzstudio begründet sind. Diese Eigenschaften sollten für ihre Zielgruppe Schüler relevant sein und möglichst spezifisch, d.h. im Vergleich zu anderen Tanzstudios in der Nähe so weit als möglich einzigartig. Das können die Öffnungszeiten genauso sein wie die angebotenen Kursformate und Tanzstile, die Gestaltung des Gebäudeinneren und der Typus Tanzlehrer, der bei Marimba unterrichtet. Manchmal ist schon die Lage ein zentraler Erfolgsfaktor, z.B. wenn das Tanzstudio auf dem Schulweg liegt oder, noch besser, direkt gegenüber der Schule.

Rolf Claessen: Gibt es besondere Herausforderungen bei der Positionierung von Marken mit der Zielgruppe der Jugendlichen, die es bei anderen Marken nicht in dieser Form gibt?

Prof. Kilian: Definitiv. Jugendliche sind ja meist noch in der Entwicklung und deshalb sehr unsicher. Sie nutzen Marken deshalb häufig, um sich selbst zu profilieren bzw. abzugrenzen. Ein Tanzstudio kann dabei von megaout bis ultracool wahrgenommen werden. Wer hier die falsche Ansprache wählt, wird von Jugendlichen gemieden. Wer demgegenüber Jugendliche richtig anspricht, ist “angesagt”.

Zudem verändern sich die Markenpräferenzen Jugendlicher relativ schnell. Sie sind noch in der Selbstfindungsphase und folgen damit gerne neusten Trends, aber meist nur kurzfristig. Denn der nächste Trend wartet bestimmt. Erst ab einen Alter von ca. 25 Jahren stabilisieren sich die Markenvorlieben der dann schon jungen Erwachsenen.

Rolf Claessen: Falls Maria Musica oder die Hörer noch Fragen an Sie haben: Wie könnte man Sie man besten erreichen?

Prof. Kilian: Am Besten erreichen Sie mich via E-Mail an kilian@markenlexikon.com. Viele Fragen lassen sich aber auch schon durch den Besuch meines Markenportals Markenlexikon.com von selbst klären. Denn dort finden Sie Markenwissen von A bis Z!

Rolf Claessen: Vielen Dank, dass Sie Zeit für unsere virtuelle Heldin Maria Musica und mich hatten! Haben Sie ein Schlußwort für unsere Hörer?

Prof. Kilian: Unzählige Marken stehen heute für Qualität, Innovation, Tradition und Kundenorientierung – und damit nicht alleine. Aber genau darum geht es: Alleinstellungsmerkmale heraus¬zu¬arbeiten, die dafür sorgen, dass Kunden KURS auf Ihre Marke nehmen.

Ich wünsche Maria Musica und Ihnen, liebe Hörer, viel Erfolg dabei!

Hilfreiche Links:

Markenlexikon

Veröffentlichungen

Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal,

Ihr Rolf Claessen

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MP005 Markenpod – Durchsetzung von Marken

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In dieser Folge geht es um die Durchsetzung von Marken. Unsere virtuelle Heldin Maria Musica muss sich in dieser Folge gegen unliebsame Wettbewerber durchsetzen und darf sogar Detektivin spielen und Schiffscontainer mit Fälschungen an den Zoll melden. Im Einzelnen geht es um folgende Themen:

1) Berechtigungsanfrage

2) Abmahung

3) Klage

4) Einstweilige Verfügung

5) Zollbeschlagnahme

Stimmen Sie gerne auf der Webseite dieses Podcasts über zukünftige Themen ab.

Bis zum nächsten Mal!

Ihr

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MP004 Markenpod – Markenanmeldung – Großschreibung – Wort- oder Wort-/Bildmarken

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In dieser Folge geht es um die Markenanmeldung selbst. Ich nehme unsere virtuelle Heldin Maria Musica an die Hand und fülle das Formular für die Anmeldung einer Markenanmeldung zusammen mit ihr aus. Dabei gebe ich ihr viele Hinweise, um häufige Stolperfallen zu umgehen. Folgende Fragen werden insbesondere beantwortet:

Wie wird der Anmelder angegeben?

Wie ist die optimale Wiedergabe der Marke?`

Welche Markenform wähle ich am besten?

Wie gebe ich die Waren und Dienstleistungen an?

Wie zahle ich die Gebühren?

Und viele Dinge mehr …

Das Anmeldeformular finden Sie hier:

http://www.dpma.de/marke/formulare/index.html

Bis zum nächsten Mal!

Ihr

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Dr. Rolf Claessen
... ist Patentanwalt und Partner bei den Patentanwälten Freischem in Köln. Er betreut dort in erster Linie mittelständische Unternehmen in den Bereichen Marken und Patente.

Er ist regelmäßig Autor von Artikeln in Fachzeitschriften und wird für Vorträge und Workshops engagiert.



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Dieser Podcast stellt keine Rechtsberatung dar. Falls Sie Rechtsberatung zu Marken suchen, dann wenden Sie sich gerne an den Autor Dr. Rolf Claessen

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